Sonderausstellung in Prora

Dokumentation über Massenmorde

Eine Sonderausstellung mit Dokumentationen über deutsche Mordkommandos in der Sowjetunion, Juden und Roma hat in Prora eröffnet. Viele zeitgenössische Dokumente und Fotografien zeigen den Interessierten, wie sich der Massenmord entwickelt hat und wie die Aufarbeitung stattfindet. Zwischen 1941 und 1944 wurden über 2 Mio. Juden, 30 000 Roma sowie 17 000 psychisch Kranke ermordet. Die zusammengetragenen Dokumente zeigen mit erschütternder Offenheit das grausame Verbrechen.

 

Ausstellung noch bis Ende Juli in Prora

Zur Ausstellung wurden freistehende Gedenkstelen aufgebaut. Diese solle an die vielen Schicksale Ermordeter erinnern. Noch bis Ende Juli kann die Ausstellung besichtigt werden. Ein entsprechender Begleitkatalog ist bereits erschienen. Wer sich mit einem Besuch in Prora diesem Thema widmen möchte, darf mit einigen Erklärungsansätzen zu der Frage, was deutsche Männer dazu gebracht habe, sich am Massenmord zu beteiligen, rechnen.