Spaß an der Ostsee im Winter – Eissegeln auf Rügen

Ostsee zugefroren

Voller Vorfreude auf den Winter

Natürlich möchte man angesichts der derzeitigen Temperaturen nicht an den Winter denken. Und doch wird so manch ein Fanatiker die Zeit bis zu den eisigen Kältegraden kaum abwarten können. Denn Eissegeln funktioniert bekanntlich nur im Winter. Und ist etwas ganz Besonderes für Windfanatiker. Auf der Insel Rügen frieren die Boddengewässer aufgrund der Witterung nicht jedes Jahr zu. Deshalb sollten die Wetterbedingungen genauestens studiert werden. Wenn das Flachwasser dann trittfest zugefroren ist und die Kufen trägt, geht es los.

Mit Segelschein und Helm auf die zugefrorenen Gewässer

Bei einer Eisstärke von 12 cm sind besonders die ganz flachen Gewässer auf Rügen geeignet, den windigen Sport auszuüben. Eissegeln bedarf dabei einiger Beachtung von Regeln und natürlich einem Segelschein. Mit einem Helm ausgerüstet kann es losgehen. Während in Schweden und den Niederlanden das Eissegeln ein alter Hut ist und bereits im 17. Jhd. ausgeübt wurde, gilt es in Deutschland noch als Nischensport. Doch die Auswahl an unterschiedlichen Eissegel-Schlitten ist bereits beachtlich. Und wer mit rund 100 km pro Stunden durch die Winde segelt, sollte auch auf eine gute Qualität seines Fahrgestells achten. Der Geschwindigkeitsrekord beträgt sogar satte 230 km/h, wodurch man das Eissegeln wohl eher mit Rennwagen fahren vergleichen kann, als mit dem klassischen Segeln.

Weiterer Eissport

Neben den Eisseglern finden sich aber auch viele Leute an, welche auf den klassischen Schlittschuhen unterwegs über die zugefrorenen Gewässer sind. Des Weiteren bauen sich auch immer mehr Leute ihr eigenes Equipment auf. So entdeckt man Leute auf Ski und Snowboard hinter einem Kitedrachen herdüsen. Beliebt ist auch das klassische Eisangeln, sowie das sogenannte „Zanderklappern“. Hierbei schneidet man ein 1 qm großes Loch ins Eis und lässt in dieses 2 Netzte mmit einer Klapperstange hinunter. Daraufhin schiebt man eine bis zu 4 Meter lange Holzbohle ins Loch und klopft solange mit Klapperhölzern auf die Bohle bis ein Fisch ins Netz geht.

Also wenn Sie im Winter mal nicht wissen was Sie machen wollen, versuchen Sie ihr Glück doch einmal auf dem Eis.