Das RUGIA Hoe Festival auf Rügen: Spannende Wettkämpfe auf dem Auslegerkanu

Auf der Seebrücke Sellin findet die Open House Party statt.

Seebrücke Sellin – Start und Ziel des  RUGIA Hoe Events

Immer mehr Veranstalter internationaler Sportarten entdecken das Inselparadies Rügen für ihre Events. Zwischen dem 01. und dem 04. September wird das Ostseebad Sellin zum Austragungsort des RUGIA Hoe Festivals werden. Einigen Einheimischen wird diese Veranstaltung vielleicht noch unter dem Titel ‚Baltic Outrigger Challenge‘ bekannt sein. Im Rahmen dieses Events fand im Jahr 2014 die legendäre Weltrekordfahrt statt. Zwei deutsche Teams gingen das Wagnis ein, von Bornholm nach Rügen zu rudern. Sie legten die 104 Kilometer in 9 Stunden und 5 Minuten zurück.

Über das Event für Paddler auf Deutschlands schönster Insel

Das Sportevent richtet sich an erfahrene Ruderer, die auf dem RUGIA Hoe Event um den Titel kämpfen. In drei Etappen müssen insgesamt 120 Kilometer Strecke zurückgelegt werden. Über 25km/h erreichen die Paddelbote, wenn sie in den Gewässern vor Rügen an den Start gehen.

In den Booten paddeln Olympiasieger und Weltmeister, darunter beispielsweise Paul Mittelstedt, Weltmeister 2011 und Martin Hollstein, Olympiasieger 2008. Als Start und Ziel wurde die Seebrücke in Sellin auserkoren. Um das Event herum haben die Veranstalter ein buntes Rahmenprogramm organisiert, das alle kleinen und großen Besucher gleichermaßen unterhalten will. Insgesamt haben sich bereits 6 Teams für das Sportevent vor Rügen angemeldet.

Zur Geschichte der Auslieger-Kanus

Der Sport hat seinen Ursprung in der Südsee. Die Inselbewohner waren vor 2000 Jahren auf Transportmittel angewiesen, die sie sicher von einer Insel zur nächsten bringen konnten, um Dinge für den täglichen Bedarf auszutauschen. Mit ihren Fischerbooten überquerten die Bewohner sehr große Distanzen auf dem offenen Ozean. Dabei entwickelten sie den sogenannten Ausleger, einen Querbalken, der über zwei Querstreben mit dem Kanu verbunden ist. Dadurch wird die Stabilität und die Sicherheit auf dem Wasser erhöht. Aus diesen Booten sind heute Hightech-Sportgeräte geworden, die vor allem für internationale Rennen vor Tahiti und Hawaii eingesetzt werden. 15 dieser Boote gibt es bereits in Deutschland.