Skip to main content

Großsteingräber auf der Insel Rügen

Aus grauer Vorzeit gibt es auf Rügen viele Hünen- und Großsteingräber, die über die ganze Insel verteilt sind. Einige wurden schon vor langer Zeit zerstört, andere sind noch gut erhalten, viele sind begehbar. In diesen Gräbern wurden Fürsten oder große Krieger der ansässigen Stämme nach ihrem Tod beisetzt.

Es waren damals spezielle Bautrupps unterwegs, die in größeren Siedlungen den Bau der Großsteingräber übernahmen. Diese Grabbaumeister suchten meist an einer Seite abgeflachte Findlinge aus. Die flache Seite der Steine wurde in der Grabkammer nach innen gerichtet, bei den großen Umfassungsteinen der Hünenbetten eher nach außen. Diese großen Findlinge wurden auf dünnen Baumstämmen mit Pferde- oder Ochsengespannen zum Bauplatz geschleppt. Meist wurden Erdrampen aufgeschüttet, um die Decksteine oben auf die mit Erde gefüllte Grabkammer zu schleppen. War alles an Ort und Stelle, wurde die Erde aus der Kammer entfernt und der Boden der Grabkammer mit kleineren Steinen ausgelegt. Manchmal wurden auch Stützpfosten und Balken aus Holz verwendet.

Großsteingräber

Andenken aus der Steinzeit

Aus der Jungsteinzeit ( 3.000 -1.800 v. Chr.) sind die ersten Begräbnisstätten in Form von gewaltigen Hügelgräbern erhalten geblieben. Aus Jägern und Sammlern wurden nach und nach sesshafte Ackerbauern und Viehzüchter. Funde von Schmuck, Waffen und Werkzeugen aus Bronze lassen sich auf die Zeit von 1.500 bis 600 v. Chr. zurückdatieren. Zur Schmuckherstellung dieser Zeit wurde auch schon Bernstein verwendet. Bernstein war auch als Tauschobjekt sehr begehrt und wurde über Handelswege, die sogenannten Bernsteinstraßen, bis nach Mittel- und Südeuropa verbreitet. In der Bronzezeit ging man dazu über, die Toten zu verbrennen und die Urnen in Hügelgräbern mit wertvollen Grabbeigaben zu bestatten.
Auf Rügen kann man Hünen-, Großsteingräber oder Dolmen in größerer Anzahl in der Nähe von Lancken Granitz bewundern, weitere einzelne Gräber findet man nahe dem Kap Arkona am Hochuferweg, in Göhren bei der Kirche, bei Nipmerow und in der Nähe von Sassnitz.

Weiterführende Links