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Der Südosten von Rügen - Die Halbinsel Mönchgut und die Granitz

Den südöstlichen Teil der Insel Rügen bilden die Halbinsel Mönchgut und die Granitz. Mit seiner zerklüfteten Landschaft, den langen Sandstränden und den kleinen Höhenzügen ist dieser Teil Rügens besonders reizvoll. In den Gemeinden Sellin, Baabe, Göhren, Middelhagen, Gager / Groß Zicker und Thiessow finden Sie ein reichhaltiges Angebot von Ferienwohnugen und Ferienhäusern ...


Mönchgut-Granitz: Traumhafte Strände und malerische Landschaft

Der Name Mönchgut entstand im Mittelalter, als die Halbinsel dem Kloster Eldena bei Greifswald gehörte. Fürst Jaromar II. von Rügen hatte das Land Reddevitz, das den größeren Teil der Halbinsel bildet, 1252 dem Kloster übergeben. Den übrigen, südlichen Teil der Halbinsel kaufte Abt Martin von Eldena 1360 für nur 3180 Mark von der Familie Bonow. Seitdem heißt die Halbinsel „Mönchegud“. Das Kloster trennte seinen Besitz durch den nördlich von Baabe gelegenen Mönchsgraben vom Rest Rügens ab. Nach der Reformation von 1534 fiel Mönchgut an den Landesherrn, die Herzöge von Pommern-Wolgast.

Das Mönchgut ist eine 29,5 Quadratkilometer große Halbinsel im Südosten der Insel Rügen. Sie trennt den Greifswalder Bodden von der Ostsee. Sie gehört vollständig zum Biosphärenreservat Südost-Rügen und zum überwiegenden Teil zum Naturschutzgebiet Mönchgut. Die Halbinsel besteht aus mehreren Landzungen wie dem Reddevitzer Höft, dem Kleinen und dem Großen Zicker. Die Bucht zwischen Rügen und dem Reddevitzer Höft heißt Having. Die zwischen dem Reddevitzer Höft und dem Großen Zicker wird Hagensche Wiek genannt, der Zicker See trennt schließlich den Großen vom Kleinen Zicker. Die Halbinsel hat Erhebungen bis zu 60 Meter Höhe, wie den Bakenberg, aber auch Gegenden, die nur 50 Zentimeter über dem Meeresspiegel liegen. Das Mönchgut ist etwa 10 Kilometer lang und bis zu 3 Kilometer breit. Seine Küstenlinie ist 53 Kilometer lang.

Ob Groß Zicker, Gager oder Middelhagen, oder auch Lobbe, Alt Reddevitz, Mariendorf oder Baabe, von Göhren über Thiessow nach Klein Zicker – die Menschen und die Landschaften an der Ostsee haben sich ihren Eigensinn bewahrt. Stille Dörfer verstecken sich im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, lebendige Badeorte glänzen mit historischer Bäderarchitektur. Bis Ende des 19. Jahrhunderts lebten die Bewohner des Landstrichs hauptsächlich vom Fischfang und von Lotsentätigkeiten, bevor dann die Badekultur mit allen Facetten immer prägnanter wurde. Heute ist die Gegend vorwiegend auf den Tourismus angewiesen und die Übernachtungszahlen steigen von Jahr zu Jahr.

Sehenswertes auf Mönchgut

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt auch das Heimatmuseum in Göhren, ein Freilichtmuseum, welches, auf alten Siedlungsanlagen gelegen, die Geschichte der Halbinsel veranschaulicht. Hier gibt es auch eine Ausstellung prachtvoller Trachten, für welche das Mönchgut bekannt ist und die noch heute auf Folklorevorführungen getragen werden. Im Schulmuseum in Middelhagen kann man gegen eine geringe Gebühr an einer historischen Schulstunde teilnehmen. Die Dorfkirche Groß Zicker ist die evangelische Pfarrkirche der Kirchgemeinde Groß Zicker. Sehenswert ist neben der Kirche selbst der alte Friedhof mit dem Jakobstein. Der Chorraum wurde vermutlich um 1350 gebaut, das Kirchenschiff etwas später. Das Kloster Eldena zu Greifswald erwarb 1360 das Mönchgut; in der Kaufurkunde ist eine ecclesia sive capelle (Kirche bzw. Kapelle) in Groß Zicker erwähnt. Damit wäre die Kirche das älteste Gebäude auf Mönchgut.

Das Pfarrwitwenhaus Groß Zicker ist ein niederdeutsches Hallenhaus, genauer ein Zweiständerhaus.  Es wurde 1719/20 gebaut und ist damit eines der ältesten Wohnhäuser Rügens. 1718 verstarb der Pfarrer von Groß Zicker. Es war damals üblich, dass ein lediger Pfarrer als Nachfolger eingesetzt wird, der die Witwe des Vorgängers heiratet, um deren Versorgung zu sichern. Rügen gehörte damals zu Dänemark und der dänische König lehnte diese Vorgehensweise ab. Es wurde ein verheirateter Pfarrer eingesetzt und ein Wohnhaus zur Versorgung der Pfarrwitwen gebaut. Bis 1810 wurde das Haus von Pfarrwitwen bewohnt. Ab 1811 diente es als Schulgebäude und Wohnung für den Lehrer, bis das Dorf 1830 ein eigenes Schulgebäude bekam. Seitdem war das Haus bis 1984 vermietet. In den Jahren 1986 bis 1988 fand eine Renovierung statt. Heute ist das Haus nach wie vor in Kirchenbesitz und wird als Museum und für Kunstausstellungen genutzt.

Am Nordstrand von Göhren kann man den Buskam, einen der größten Findlinge Norddeutschlands, besichtigen. Auf Mönchgut liegt eines der über 54 auf Rügen noch erhaltenen Hünengräber. Das Herzogsgrab im Mönchguter Forst wurde 1920 wiederentdeckt und 1922–1924, sowie 1962 archäologisch untersucht. Sieben weitere solcher Megalithanlagen können bei dem nahegelegenen Ort Lancken-Granitz besichtigt werden. Auch mehrere Überreste von Schanzen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert sind noch als Bodendenkmale erhalten.

Zwischen Middelhagen und Lobbe steht eines der wenigen, noch erhaltenen, Windräder, das hier als Pumpanlage zum Entwässern der Salzwiesen fungiert. Ein weiteres technisches Denkmal ist das Museumschiff „Luise“. Der Küstenmotorsegler von 1909 liegt am Südstrand von Göhren auf Land und kann ebenfalls besichtigt werden. In Göhren ist auch die Endstation vom Rasenden Roland, einer dampfgetriebenen Schmalspurbahn von 1895, die ebenfalls ein technisches Denkmal darstellt.

Die Poken

Die Einwohner der Halbinsel bezeichnen sich gerne als die Poken, was sicherlich auch mit der Nähe zum Kloster zu tun hatte. Die Bewohner lebten sehr lange ausschließlich von Fischfang und Landwirtschaft wie der Schafzucht. Die Lotsentätigkeit war eine weitere wichtige Einnahmequelle. Frachtschiffe ,die von der Ostsee nach Greifswald oder Stralsund wollten, brauchten Lotsen, um durch die Untiefen vor Thiessow zu kommen.

Die Poken, auch selbst gerne Fischerbauern genannt, waren ein sehr vielseitiges Völkchen. Ende des 19. Jahrhunderts kam die touristische Bäderkultur dann auch nach Mönchgut. Ostseebäder wie Göhren, Baabe oder Thiessow wurden bei Kur- und Badegästen immer beliebter. Vor allem Thiessow entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem der besten Surfspots Rügens.

Stille Dörfer verstreuen sich im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, quirlige Badeorte glänzen mit historischer Bäderarchitektur. Ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter – Mönchgut zwischen Ostseestrand und Boddenland garantiert zu jeder Jahreszeit Entspannung, Erholung und eine gesunde Mischung aus Sandstrand, Seeklima und einer unverfälschten Natur.