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Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Sagrad

Sagard, das historische Zentrum von Jasmund

Sagard wurde erstmals im Jahr 1250 als Zagard erwähnt. Der Name der Gemeinde Sagard stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie Einfriedung oder Burgort. Dies deutet auf den ehemals hier befindlichen aber eingeebneten slawischen Burgwall aus dem 12. Jahrhundert hin.

Sagard wurde in früheren Jahrhunderten des Öfteren von Feuersbrünsten zerstört. 1743 zerstörte ein Großbrand fast die Hälfte der bestehenden Bebauung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfuhr der Ort einen erneuten Aufschwung: Sagard bekam einen Bahnanschluss, der diesen Teil der Insel mit Bergen verband. Die Entwicklung Sagards ist seit dieser Zeit eng mit der ansässigen Kreideindustrie verbunden. 1899 pachtete der Pommersche Industrieverein die Ortsteile Mönkendorf und Marlow vom Fürsten zu Putbus. Unterhalb von Mönkendorf wurde ein Kreidebruch angelegt, von dem aus die Rohkreide über eine schmalspurige  Bahnstrecke und eine Mole zum Bodden gebracht wurde. So entstand der Ortsteil Martinshafen.
Aus dieser Zeit stammen die meisten historischen Gebäude im Ortskern. 

Eine Wellness-Geschichte

Es kamen zwar schon vor 1750 erste Gäste wegen seiner kohlengesäuerten, eisen - und kalkhaltigen Quellen nach Sagard, ein richtiger Kurbetrieb entstand aber erst nach 1795. Der ortsansässige Pastor Heinrich Christoph von Willich (1759 - 1827) fasste den Entschluss, eine Brunnen- und Badeanstalt einzurichten. Einige der ergiebigsten Quellen wurden gereinigt und eingefasst, ein Badehaus errichtet. Durch gestalterische Maßnahmen und Umbauten verlieh man dem Gelände der Pfarrkoppel die Erscheinung eines modernen Landschaftsparks mit heiter- romantischem Charakter. Am 04.Juli 1795 öffnete die "Sagarder Brunnen-, Bade- und Vergnügungsanstalt" ihre Pforten. Erwartungsvolle Gäste und neugierige Besucher versammelten sich zur allerersten großen Kurpromenade auf Rügen. Dem Bruder des Pastors, Moritz Ulrich von Willich war es zu verdanken, das der Kurbetrieb von Anfang an ein florierendes Geschäft wurde. Die Tagesabläufe der Gäste wurden nach strengen gesundheitlichen Aspekten erstellt und mussten von den Besuchern eingehalten werden. Streng genommen kann man sagen, dass der Kurbetrieb auf Rügen ohne die beiden Brüder von Willich wohl nicht möglich gewesen wäre. Der Kurbetrieb von Sagard endete leider nach einer kurzen Blütezeit von nur 11 Jahren. Die Erfahrungen der Brüder Willich sind noch heute Grundlage zahlreicher Kurbetriebe auf der Insel Rügen. Durch die heute aktuellen Kneipp-Kuren auf Rügen sind sie wieder up to Date. Auch damals waren Wanderungen durch die Natur und das pure Erlebnis frischer Luft für die meisten Gäste aus den Großstädten von Deutschland ein Grund Rügen einen Besuch abzustatten. Rügen war und ist Gesundheitsinsel Nummer 1.

 

 Hügelgrab bei Sagard

Der Dobberworth, auch Dubberworth, am Südrand von Sagard ,ist eines der größten Hügelgräber in Norddeutschland. Er hat eine Höhe von 15m und einen Durchmesser von 40m. Seine Entstehungszeit ist unbekannt, vermutet wird die Bronzezeit.  Die Herkunft des Namens ist ebenfalls unsicher, der Namensbestandteil -worth könnte von Worte oder Wurt herrühren und einen erhöhten Platz bezeichnen