Die kleine, lang gestreckte Insel Hiddensee, manchmal auch "Capri von Pommern" genannt, ist der Westküste der "großen Schwester" Rügen vorgelagert. Bekannt ist die fast autofreie Insel für ihre reizvolle, naturgeschützte Landschaft mit einzigartiger Flora und Fauna, für ihre schönen Strände entlang der Westküste und für ihre hübschen Dörfer.
Zum Reiz des Eilands trägt das Fehlen großer Touristenzentren und Hotelkomplexe bei, was den Eindruck der Naturbelassenheit und Unberührtheit der Insel verstärkt.
Die rund 1300 Einwohner der an manchen Stellen nur 300m breiten Insel leben in den vier Orten Kloster, Grieben, Vitte und Neuendorf. Wer sich hier nicht zu Fuß fortbewegen will, muss sich aufs Fahrrad schwingen oder eine Kutsche als Taxi benutzen. Autos haben auf Hiddensee nichts zu suchen, nur der Schulbus und einige wenige Versorgungsfahrzeuge dürfen die wenigen befestigten Straßen befahren.
"Dat söte Länneken", das süße Ländchen, wie Hiddensee von seinen Besuchern liebevoll genannt wird, hat eine ganze Palette landschaftlicher Schönheit zu bieten: die sanften Hügel des nördlichen Dornbuschs mit ihrem Bewuchs von Ginster-, Holunder-, Brombeer und Sanddornbüschen, die bis zu 70m hohe, schroffe Steilküste im Nordwesten, die Dünenheide in der Mitte der Insel und die feinsandigen Strände entlang der Westküste, die wie geschaffen sind zum Baden und Sonnen.
Mit Ausnahme der Ortschaften wurde die Insel Hiddensee 1990 zu einem Teil des "Nationalparks Boddenlandschaft" erklärt, der mit einer Fläche von 805 Quadratkilometern der größte Nationalpark Ostdeutschlands ist und sich außer über Hiddensee auch über die Halbinseln Darß, Zingst und die Westküste Rügens erstreckt. Er zeichnet sich durch seinen Reichtum an Zug- und Brutvögeln, sowie eine vielfältige Pflanzenwelt aus.
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