Hier bläst Rasmus, der Gott des Windes, mit kräftigem Atem die Seele durch und den Alltag weg. Denn auf der Halbinsel Wittow im Norden Rügens ist der Name Programm: Aus dem Slawischen übersetzt bedeutet er "Windland".
Das flache Land ist über eine elf Kilometer lange Nehrung zu erreichen, die über einen ebenso langen Sandstrand verfügt. Das Tor zur Halbinsel ist das Seebad Breege/Juliusruh, das, wie sonst nur Dranske, Bodden- und Ostseeküste vereint.
Viele Spuren zeugen von der Zeit der Segelschifffahrt, als viele Kapitäne und Schiffseigner von Wittow kamen.
Der nördlichste Zipfel Rügens ist das Kap Arkona. Der slawische Stamm der Ranen hatte an diesem mystischen Ort seine Tempelfestung angelegt. Doch vor genau 836 Jahren erklommen die Dänen die 45 Meter hohe Steilküste und zerstörten die hölzerne Burg. Der gesamte Bereich ist heute ein Flächendenkmal. Dazu gehören u. a. die Nebelstation, der Peilturm, die beiden Leuchttürme und natürlich die Reste der Slawenburg.

